P 100 – Erarbeitung von Kennwerten zur Herstellung von Kaltprofilen im Walzverfahren unter dem Gesichtspunkt wirtschaftlicher Fertigung maßgenauer Profile

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Beschreibung

P 100 – Erarbeitung von Kennwerten zur Herstellung von Kaltprofilen im Walzverfahren unter dem Gesichtspunkt wirtschaftlicher Fertigung maßgenauer Profile

Bei der Kaltprofilierung im Walzprofilierverfahren handelt es sich um ein seit über einem halben Jahrhundert industriell betriebenes Umformverfahren. Es erlaubt die Herstellung von Kaltprofilen mit gleichbleibender und großer Formgenauigkeit, mit teils scharfkantigen Abbiegungen, vielen bogenförmigen Abschnitten, komplizierten Doppelfalzungen, mit – sofern erwünscht – gezielter Kaltverfestigung des Ausgangswerkstoffs sowie schließlich die Kombination der Profilformgebung mit Schritten der Weiterverarbeitung wie Stanzen, Eindrücken von Sicken und Biegen.
Obwohl die vielgestaltigen Erfordernisse und die allgemeine technische Entwicklung des Maschinenbaus im Laufe der Zeit zu einer variantenreichen Ausbildung von  Walzprofilieranlagen führte, beruht die Technik des Walzprofilierens noch immer weitgehend auf praktischen Erfahrungen. Das gilt sowohl für die Bemessung der  Produktionsanlagen wie auch für die Gestaltung der Umformwerkzeuge. Diese unbefriedigende Situation dürfte im wesentlichen dadurch zu erklären sein, daß das gesamte  Verfahren – neben den recht schwierigen geometrischen Beziehungen der Umformung – durch zahlreiche, sich wechselseitig beeinflussende Arbeitsbedingungen beherrscht wird.
Deshalb hat sich der Technische Ausschuß des Fachverbands Deutscher Kaltprofilhersteller in enger Zusammenarbeit mit einem namhaften Anlagenbauer über mehrere Jahre  hinweg mit der Entwicklung und Bemessung einer Maschinen – und Antriebskonzeption für Forschungszwecke beschäftigt. Es konnte eine maschinelle sowie steuerungstechnische Lösung erarbeitet und realisiert werden, die es erstmals ermöglicht, die Wechselwirkungen zwischen den Parametern des Fertigungsprozesses und den Eigenschaften des Produkts reproduzierbar empirisch zu untersuchen.
Im Auftrag der Studiengesellschaft für Anwendungstechnik von Eisen und Stahl e.V. wurde die vorliegende Forschungsarbeit von Herrn Prof. Dr.-Ing. D. Schmoeckel, Institut für Umformtechnik der Technischen Hochschule Darmstadt , durchgeführt. Neben der Bestätigung einiger Ergebnisse früherer Untersuchungen konnten neue praxisrelevante  Erkenntnisse gewonnen werden.
Insbesondere gilt dies für die Experimente zur Schlupfverminderung, die eine drastische Ersparnis an eingesetzter Energie zur Folge hatte sowie zum Zusammenhang zwischen der Qualität des gefertigten Produkts und der gewählten Formgebungsstrategie. Diese Ergebnisse bilden einen Schritt zum besseren Verständnis des komplexen Fertigungsverfahrens, zeigen jedoch gleichzeitig die Notwendigkeit weiterer intensiver Anstrengungen zur vertiefenden Erforschung der Walzprofiliertechnik.
Das Forschungsvorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministers für Forschung und Technologie (BMFT) gefördert und stand unter der Betreuung der Kernforschungsanlage Jülich GmbH (KFA) als Projektträger für das Rohstofforschungsprogramm.
STUDIENGESELLSCHAFT FÜR ANWENDUNGSTECHNIK VON EISEN UND STAHL e.V.

Veröffentlichung:
1986

Autoren:
Prof. Dr.-Ing. D. Schmoeckel, Dipl.-Wirtsch.-Ing. U. Eichler