P 1209 – Radlastinduzierte Ermüdung bei Kranbahnträgern schwerer Hüttenkran

30,00 zzgl. MwSt

Institut für Stahlbau, RWTH Aachen University
Prof. Dr.-Ing. Markus Feldmann
Sandro Citarelli M.Sc.

ISBN: 978-3-946885-53-5 Kategorie:

Beschreibung

P 1209 – Radlastinduzierte Ermüdung bei Kranbahnträgern schwerer Hüttenkran

Mit der Ablösung der DIN 18800 und DIN 4132 und der Einführung der Eurocodes für den baurechtlich geregelten Stahlbau, hat sich herausgestellt, dass für hochbeanspruchte Kranbahnträger, wie sie in Hüttenwerken vorkommen, die Ermüdungsnachweise wesentliche Änderungen erfahren. Im Vergleich zur vorherigen Auslegung, sind schärfere Kerbfallklassifizierungen, besonders im Bereich der Radlasteneinleitung, zu berücksichtigen. Diese Änderungen können bis zu einer Verdopplung der Querschnittsbauteildicken gehen, was zur Folge hätte, dass z.B. auch Stegbleche mit bis zu 80 mm zu berücksichtigen sind, deren K-Naht Anschlüsse an den Flansch fertigungs- und überwachungstechnisch mit erheblichen Problemen verbunden wären und auch aus ökonomischer Sicht nicht mehr vertretbar sind. Vor diesem Hintergrund wurden im vorliegenden Forschungsprojekt Ermüdungsfestigkeiten für das kranbahnspezifische Ermüdungsdetail „Obergurt-StegblechAnschluss“ in EC3-1-9 Tabelle 8.10 insbesondere für die betroffenen schweren Hüttenkrananlagen abgeleitet und als Empfehlungen für eine Regeländerung bzw. – ergänzung aufbereitet. Hierbei steht speziell das Detail der Radlasteinleitung mit KNaht Ausführung im Fokus, für welches aktuell weder in Bezug auf die Ausführungsqualität noch auf das Fertigungsverfahren differenziert wird.
Wesentlicher Kern der methodischen Vorgehensweise ist, dass bereits vorhandene Kranbahnträger aus der Praxis hinsichtlich radlastinduzierter Ermüdung erfasst sowie dokumentiert und bewertet werden („Best-Practice“-Erfahrungen). Hierdurch lässt sich eine direkte quantitative Aussage über die Ermüdungssicherheit des zu untersuchenden Details treffen. Zusätzlich erfolgen numerische Vergleichsrechnungen zur Ableitung synthetischer Kerbfälle sowie der Einbezug bereits vorhandener Ergebnisse aus vorherigen Forschungsarbeiten, die allein jedoch nicht ausreichend waren.

Abschließend wird ein Konzept zur erfolgreichen und zeitnahen Implementierung der Ergebnisse in die aktuelle Normung vorgestellt.

FOSTA – Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V.

Veröffentlichung:
April 2019