P 129 – Untersuchung des Festigkeitsverhaltens geklebter und schrumpfgeklebter Welle-Nabe-Verbindungen bei schwingender Torsionsbeanspruchung

20,00 zzgl. MwSt

Artikelnummer: 318db4f679de Kategorien: ,

Beschreibung

P 129 – Untersuchung des Festigkeitsverhaltens geklebter und schrumpfgeklebter Welle-Nabe-Verbindungen bei schwingender Torsionsbeanspruchung

Wellen-Naben -Verbindungen dienen der Lastübertragung zwischen Welle und Nabe. Da sie zu den am meisten verwendeten Maschinenelementen gehören, gibt es sehr viele Ausführungsformen, die man nach Art der Lastübertragung in form-, kraft- oder stoffschlüssige Verbindungen unterteilen kann. Bei geklebten Verbindungen handelt es sich grundsätzlich um stoffschlüssige Verbindungen. Durch den Stoffschluß werden sämtIiche Freiheitsgrade der Relativbewegung zwischen Welle und Nabe genommen.
Während noch vor einigen Jahrzehnten Wellen-Naben –Verbindungen hauptsächlich als Paßfederverbindungen ausgeführt wurden , tritt heutzutage immer mehr die geschrumpfte Verbindung in den Vorder­grund. Die Vorteile dieses Verbindungstyps sind das Fehlen zusätzlicher Verbindungselemente und das günstige mechanische Verhalten bei wechselnder Belastung. Paßfederverbindungen können hingegen bei wechselnden Drehmomenten ausschlagen, so daß ein ordnungsgemäßer Betrieb nicht mehr erfoIgen kann. Auch entfällt bei geschrumpften Verbindungen der zusätzliche Arbeitsgang des Nuteinfräsens und die hierdurch bedingte Querschnittsminderung der Welle.
Nachdem in den letzten 30 Jahren die Klebtechnik auch zum Verbin­den von Metallen immer größere Bedeutung gewonnen hat, liegt es nahe, auch Wellen -Naben -Verbindungen sowohl ausschließlich als Klebverbindung als auch kombiniert durch Kleben und Schrumpfen herzustellen. Speziell für Wellen-Naben-Verbindungen eignen sich anaerobe Klebstoffe besonders gut, da die Aushärtung dieser einkomponentigen Produkte unter Luftabschluß im engen Fügespalt bei Raumtemperatur erfolgen kann.
Schon die geklebte Wellen-Narben-Verbindung führt bei zügiger Beanspruchung zu recht hohen Bruchfestigkeiten. Das Fügeverfahren Kleber erschließt somit auch für Wellen-Narben-Verbindungen ein interessantes Anwendungsfeld. Die Vorteile solcher Verbindungen sind vielfältig. Durch Kleben können Fügeteile aus den unterschiedlichsten Werkstoffen wärmearm und verzugsfrei verbunden werden. Speziell bei geklebten Wellen-Naben-Verbindungen sind auch vielfach geringere Toleranzqualitäten als bei konventionellen Verbindungen möglich. Die elastische Kunststoffbindeschicht – um nur einige Vorteile zu nennen – dämpfend und übt ei­ne dichtende und korrosionshemmende Wirkung aus.
Klebgeschrumpfte Verbindungen weisen noch weitere Vorzüge auf, jedoch fehlen umfangreichere Untersuchungsergebnisse zum mechanischen Verhalten, insbesondere bei schwingender Beanspruchung. Um das Vertrauen des Anwenders für diesen Verbindungstyp weiter zu stärken, ist es notwendig, solche Untersuchungen durchzuführen.
Ergebnisse zu diesem Problemfeld sind Gegenstand dieses Berich­tes. Von dem aus dem Schrifttum zu entnehmenden Kenntnisstand ausgehend, wird über Untersuchungen zum mechanischen Verhalten bei zügiger quasistatischer und schwingender Torsionsbeanspruchung berichtet.

Veröffentlichung:
1987

Autoren:
Prof. Dr.-Ing. O. Hahn, Dr.-Ing. A. Grunau