P 22 – Einfluß von Eigenspannungen auf die Tragfähigkeit von Kaltprofilen mit offenem Querschnitt

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Beschreibung

P 22 – Einfluß von Eigenspannungen auf die Tragfähigkeit von Kaltprofilen mit offenem Querschnitt

Die Feststellung der Auswirkung von Eigenspannungen auf das Tragverhalten von Bauteilen ist in der gesamten Fachwelt des In- und Auslandes zunehmend in der Diskussion. Der Einsatz von elektronischen Rechenanlagen und die dadurch bedingte Verfeinerung und der höhere Genauigkeitsgrad statischer Berechnungen gehen einher mit dem Wunsch nach besserer Ausnutzung der Materialeigenschaften. Man spricht bereits von der Entmaterialisierung einer Konstruktion, die den Wettbewerb beflügelt und immer leichtere, feinere Konstruktionsgebilde schafft.
Voraussetzung für eine solche Entwicklung ist u.a. die Erfassung geometrischer und struktureller Imperfektionen. Eigenspannungen sind Imperfektionen struktureller Art und durch den Herstellungsprozeß bedingt.
Die Erfassung ihrer Auswirkungen auf das Tragverhalten wird in Zukunft zu einer immer zwingender werdenden Notwendigkeit. Um dem Statiker und Konstrukteur die notwendige Sicherheit für die vorgezeichnete Entwicklung zu geben, hat die Studiengesellschaft für Anwendungstechnik von Eisen und Stahl e.V. die hier vorliegende Forschungsarbeit mit finanzieller Förderung durch die Arbeitsgemeinschaft Industrieller Forschungsvereinigungen e.V., Köln, in Auftrag gegeben und Herrn o. Prof. Dr.-Ing. Lindner, Institut für Baukonstruktionen und Festigkeit, Technische Universität Berlin, mit der Durchführung betraut.
Im Zuge der Bearbeitung des Forschungsvorhabens stellte sich heraus, daß man die Untersuchungen auf den Komplex „walzprofilierte Kaltprofile als biegebeanspruchte Stäbe“ beschränken konnte, weil sowohl von der TH Darmstadt als auch vom Royal Institute of Technology, Stockholm, grundlegende Arbeiten über druckbeanspruchte Stäbe aus Kaltprofilen vorliegen. Allgemein gilt folgende Aussage: Soweit Eigenspannungen vorhanden sind, überlagern sich diese mit den Lastspannungen des betreffenden  Konstruktionsteils. Wenn deshalb im Schlußwort der Arbeit festgestellt werden kann, daß der Einfluß der Eigenspannungen auf die Tragfähigkeit von Kaltprofilen mit offenem  Querschnitt vernachlässigbar gering ist, so ist dies als sehr bedeutsam anzusehen. Die im vorliegenden Bericht niedergelegten Erkenntnisse werden nicht nur im Inland Beachtung finden. Die hier gelösten Probleme sind weltweit und tragen zum internationalen Gedanken- und Erfahrungsaustausch bei. Sie sind Teil der Bemühungen der deutschen  Stahlindustrie, die Sicherheit im Umgang mit und in der Anwendung von Stahl zu erhöhen. Die gesamte Arbeit ist in einem Berichtsband und Materialienbänden niedergelegt. Die Materialienbände unterteilen sich in:

I Literatur – Dokumentation
II Rechnerische Untersuchungen
III Auswertung der gemessenen Vorverformungen
IV Graphische Darstellung der Vorverformungen
V Graphische Darstellung der Vorverformungen in Trägermitte
VI Meßprotokolle zur Bestimmung der Kennwerte.

Die Materialienbände konnten dem Forschungsbericht aus Gründen der Überschaubarkeit nicht angefügt werden; sie stehen deshalb im Gegensatz zum vorliegenden Berichtsband nur in begrenztem Umfang zur Verfügung. Sollte in besonderen Fällen der Wunsch nach weitergehenden Informationen bestehen, können die in den Materialienbänden enthaltenen Einzelheiten bei der Studiengesellschaft für Anwendungstechnik von Eisen und Stahl e.V. eingesehen werden.
STUDIENGESELLSCHAFT FÜR ANWENDUNGSTECHNIK VON EISEN UND STAHL e.V.

Veröffentlichung:
1979

Autoren:
Prof. Dr.-Ing. J. Lindner, Dipl.-Ing. W. Kurth