P 220: Entwicklung von Verfahren zur Verbesserung der Lackierbarkeit von nichtrostendem Kaltband

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ISBN: 3-930621-46-0 Artikelnummer: 8e22b25f18d2 Kategorien: ,

Beschreibung

Kaltband aus nichtrostendem Stahl wird überwiegend aus dekorativen, aber auch aus funktionellen Gründen lackiert. Dabei steht der Lackhaftfestigkeit auf dem Untergrund das ansonsten geforderte inerte Verhalten der Edelstahloberfläche entgegen. Zusätzliche Erschwernisse bilden glatte Oberflächen, beim Schweißen auftretende Nähte mit ihren  Anlauffarben oder Schmiermittelrückstände. Ziel des Projektes war es, Verfahren zur Verbesserung der Haftfestigkeit ausgewählter kommerzieller Lacksysteme auf nichtrostendem Kaltband aufzuzeigen.
Die Untersuchungen wurden an einem austenitischen Edelstahl (1.4301 Ille und llld) und einem ferritischen Edelstahl (1.4003 lla und Ille), also mit unterschiedlich glatter Oberfläche durchgeführt. Entsprechend den Bedingungen in der Praxis wurden die Werkstoffe ohne und mit Kontamination durch Anlauffarben und Fette sowie ohne und mit Vorbehandlung durch Strahlen, Säure und Haftvermittler versehen. Bei den untersuchten Lacken kamen handelsübliche Systeme auf lösungsmittelhaltiger und wäßriger Basis, ein- und zweischichtig sowie im Coil-Coating-Verfahren beschichtete Bleche zum Einsatz.
Die Forschungsergebnisse weisen für die untersuchten Lacksysteme deutliche Unterschiede im Haftvermögen aus. Für jede Art der Oberflächenausführung gibt es Beschichtungssysteme mit ausreichend guten Eigenschaften. Deshalb kann bei Anwendung geeigneter Lacksysteme auf eine aufwendige Vorbehandlung der Oberfläche verzichtet werden. Die Untersuchungen haben gezeigt, daß bei Verwendung nichtrostender St ähle und beanspruchungsgerechter Auswahl des Lacksystems gute Haftungseigenschaften vergleichbar den Verhä ltnissen bei unlegierten Stählen erreicht werden.
Durch Umsetzung der Projektergebnisse lassen sich die Kosten für die Lackierung von Erzeugnissen aus nichtrostendem Kaltband senken. Der Einsatz nichtrostender Stähle in lackiertem Zustand, z.B. im Container-, Tankwagen- und Waggonbau sowie in der Bauindustrie, wird dadurch attraktiver. Darüber hinaus ergeben sich zusätzliche Absatzchancen in neuen Anwendungsgebieten.
STUDIENGESELLSCHAFT STAHLANWENDUNG e.V.

Veröffentlichung:
1996

Autoren:
Dipl.-Chem. A. Fuchs, Dipl.-Chem. J. Haller, Dipl.-Ing. U. Karsten, Dr. rer. nat. H.-J.Krautschick, Dr. rer. nat. J. Reck