P 98 – Schweißlose Verbindungen im Stahlbau

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Beschreibung

P 98 – Schweißlose Verbindungen im Stahlbau

Die Tatsache, daß lohnintensive Zusammenbau- und Schweißarbeiten die Fertigungskosten in den letzten Jahren beträchtlich erhöht haben, ist gewiß mit ein Grund dafür, daß auf einigen Gebieten des Stahlbaues die Wettbewerbsfähigkeit eingeschränkt ist. Von besonderem wirtschaftlichen Vorteil würde deshalb eine Technologie angesehen, bei der auf jegliche Schweiß­arbeiten verzichtet werden könnte.
Ein erster Schritt auf diesem Wege ist von der Studiengesellschaft für Anwendungstechnik von Eisen und Stahl e.V. mit der Abwicklung des Projektes „Steifenlose  Stahlskelettkonstruktionen“ gemacht worden. Der zweite Schritt, der noch getan werden muß, ist die Entwicklung schweißfreier Verbindungen am Stützenfuß, am Stützenkopf sowie zwischen vertikalen und horizontalen Baugliedern. Wenn diese Entwicklung gelingen sollte, könnte man auf Teilgebieten einen vereinfachten und kostengünstigeren Stahlbau betreiben, der in der Montage von „angearbeiteten“ Walzprofilen, Hohlprofilen und Kaltprofilen unter Ver­wendung standardisierter Zwischenstücke und Schrauben besteht. Der Begriff „angearbeitet“ bedeutet hier, daß Profilteile auf Maß geschnitten und gebohrt worden sind. In diesem Sinne können schweißfreie Verbindungen an Stahlstützen auch als integrierte Elemente für den Betonbau eingesetzt werden.
Bei dem vorliegenden Bericht handelt es sich um eine Arbeit, in der alle derzeit in Verwendung befindlichen Verbindungen von Bauteilen aus verschiedenen Bereichen in Form einer Literaturrecherche zusammengetragen und in Richtung neuer Lösungen ausgewertet wurden.
Als Ergebnis ist festzuhalten, daß nur wenige der hier vorgestellten Lösungsprinzipien im Sinne einer „Schweißlosen Verbindung“ für den Stahlbau nutzbar sind. Es wird deshalb angeregt, mit weitergehenden Untersuchungen anwendungsreife Lösungen aus den aufgezeigten Ansätzen heraus zu entwickeln. Dabei wird die Tendenz verfolgt, die „Schweißfreie Verbindung“ als eine Art von Schnellverbindung – möglichst ohne Schrauben – für die Montage zu entwickeln (Klemm- und Steckverbindungen), aber im Sinne einer Gesamtoptimierung, Schweißungen in der Werkstatt durchzuführen.

Veröffentlichung:
1983

Autoren:
Prof. Dr.-Ing. G. Sedlacek, Dipl.-Ing. H. Stoverink